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Klinik

Hallo ihr Lieben

ich bin seit 2 Wochen in der Klinik und mache DBT.

Es ist schon okay, Ich mag halt Therapie nicht :S
Ist so anstrengend und belastend.
Aber langfristig wirds helfen :ka:

Am Dienstag, dem 27.3.  hab ich abends noch Klingen gekauft.
In mir war die Euphorie schlechthin.
Aber dann hab ich mich unbewusst so lange abgelenkt, bis die Müdigkeit stärker war als der Drang.Ich hab geschlafen und die Klingen am nächsten Morgen abgegeben.
Dann hab ich festgestellt, dass ich mal wieder meine Tage bekommen habe.
Wow, nach 6 Monaten.
Es hat ein bisschen geholfen, zu wissen, warum die Spannung, Stimmung etc. so schlimm ist - das ist bei den Tagen leider normal.
Musste, durfte, sollte dann eine positiv Verhaltensanalyse schreiben und in der Kleingruppe vorstellen.
Am Dienstag.
Sowas mag ich gar nicht.
Es kommt mir immer so vor, als würde ich meine Schwäche präsentieren müssen.
Obwohl es eine positiv VA war, war das so.
Ich hab dann 2 Mitpatientinnen gefragt, ob sie dazukommen und die haben mir noch total gute Tipps gegeben, wie ich sowas noch besser vermeiden kann.

Dann kam eine neue Patientin.
Mit einem Verband am Arm, was mich n weng getriggert hat :zitter:
Auf der Station vor einem Jahr hatte ich als Skill, mich ohne Verletzung zu verbinden.
Da hab ich aber nicht dran gedacht.
Aber ich hab Skills eingesetzt.
In der Tageszielrunde meinte einer "Mein Ziel war heute, den Suchtdruck zu akzeptieren"
Das fand ich sooo heftig, weil ich in ganz genau der selben Lage bin.
Akuter UND chronischer suchtdruck Oo

Am Mittwoch, dem 4.hatten 2 Patienten ihren letzten abend. Der eine meinte, er fährt noch in die Stadt.
Ich dachte an die Verhaltensanalyse.
SITUATIONSWECHSEL.
"Darf ich mit?" ich durfte und mit der anderen Patientin fuhren wir los.
Was ich nicht beachtet hatte, war, dass die beiden was allein machen wollten.
Sie ließen mich an der Post raus. Da wollte ich hin um mein Handy aufzuladen.
Verwirrt und überrascht - da allein - lief ich und lud mein Handy auf.
In der Post war wahnsinnig viel los und ich spürte die Apathie in mich fließen. Draußen nieselte es und ich konzentrierte mich - ACHTSAM - auf das Gefühl.
Ich lief ziellos umher und landete in der Spielzeugabteilung von Müller.
Ein Osterhase war abgebildet, Ostern und so.
Er sah aus wie Tapsi, mein Hase. Ich dissoziierte.
Als hätte ich hinter dem Bauchnabel einen Magneten lief ich.
Mit ziemlichem Tunnelblick.
dm - klingen.
Nebenan eine Buchhandlung und ich kaufte ein scheiß "Was mache ich mit Kaninchen" Handbuch. :motz: :motz: :motz:
Sag nichts, bleib ruhig, alles wird gut dachte ich.
Die Art von innerer Mutter -.-
Ich falle IMMER auf sie rein -.-
Sie vermittelt Ruhe, Schutz und Liebe.
Wie ein Roboter ging ich zum Bahnhof und stotterte einen Bahnbeamten an wegen Automat.
Ich hasse Stottern -.-
In der Klinik angekommen ging ich direkt ins Bad und verletzte mich.

Irgendwann bat ich einen Patienten, die Pflegerin zu holen.
Er sah nur meinen Kopf.
Die Schwester kam und ich sagte zynisch etwas wie "Verletzt. Manchen Lewuten gehörts einfach nicht besser"
Ich hätte mich totlachen können über meine Blödheit, die mich ständig dieser "Mutterstimme" blind vertrauen lässt.
Dann rutschte ich ins Kind und wurde still.
"Bei den Hasen war auch so viel Blut..." sagte ich.
Die Schwester holte den AvD. Ich wollte WEG.
Und war tierisch panisch. "Ich will nach Hause" sagte ich irgendwann.
Denen war es zu unsicher, im Taxi ins Krankenhaus zu fahren, also Krankenwagen und mir wurde sooo schlecht!
Nach dem nähen musste ich eine Stunde auf den Rücktransport warten und war total geladen.
Ich durfte nicht an der frischen Luft warten, aber nach einer Stunde hielt ich es nicht mehr aus und ging einfach.
Kurz drauf kam dann auch der Krankenwagen zurück.
Die wollten das so, weil ich mit Begleitung gekommen war :ka:
Ich kam auf die Akutstation, das wusste ich eh schon.
Wegen der Dissoziation.
Der Arzt von vorhin kam nochmal und war "sehr beruhigt, mich so zu sehen".
Dennoch sollte ich über Nacht bleiben.
Ich fragte später nochmal die Nachtschwester.
Sie sagte, sie fände es auch nicht nötig, aber der Arzt wollte halt, dass Nachts jemand da sei.
Auf meiner Station übernachtet halt "nur" eine Pflegekraft, die man wecken kann.
Aber morgen dürfe ich bestimmt wieder zurück.

Um 10 Uhr käme meine Thera.
Ähm, 11 Uhr.

Um 16 Uhr war immernoch keiner da und ich wurde sauer.
Die von der Akutstation konnten nichts dafür - sie hatten schon angerufen.
Ich schrieb eine VA.
Dann kam der Oberarzt.
Das Team hätte sich zusammenb gesetzt und das sei ja schon schlimm gewesen und blaa.
Man müsste klären, ob es ein Suizidversuch gewesen sei oder ob ich überhaupt stabil genug wär für die Station, wenn ich so abdriften würde, blaa.
Ich wurde sauer!
Meinte, ich würde diese Zustände doch kennen etc.
"Wie sind Sie denn sonst aus diesem Zustand gekommen?" fragte er.
"Normalerweise hock ich nach einer sv so lange rum, bis ich klar genug bin um raus zu gehen." sagte ich.
Er meinte, es sei entscheidung des Teams, dass ich bis morgen (Freitag) auf Station bliebe. Morgen würde er die VA lesen und dann käme ich vllt zurück.

Ich konnte es einfach nicht fassen!
Nicht nur, dass es eine Therapie für BORDERLINE war, ich hatte auch GESAGT, dass ich manchmal ins Kind rutsche!
Suizidversuch?!
Klar, quer am Oberschenkel!
Es ist IMMER ein Risiko, Borderliner zu therapieren. Rasante Stimmungsschwankungen und chronische Suizidalität ist "normal" und sogar im Kriterienkatalog aufgeführt.
Und meine Suizidalität ist NIE akut.
Ich kann verstehen, dass die Dissoziation beängstigend war, aber warum fragt man MICH nicht, ob ich stabil bin!?
Herrgott, sonst ist jeder 10. Satz zu mir "Sie sind Ihre Expertin" - und jetzt?
Pustekuchen?
Na, gegen 12.40 Uhr wurde meine VA abgesegnet und ich durfte zurück.
Und bin nun bis Sonntag abend hier <img xsrc=

FROHE OSTERN :herz:

7.4.12 20:58
 


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