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Umzug

Ich bin mal wieder umgezogen auf stellinchen.wordpress.com

18.7.12 19:52


writing

Hast Du Schmerzen?
Das Mädchen antwortet mit einem leisen, tiefen Schluchzer.
So schlimm?
"Jaa und die Angst."
Ihr Körper krampft, vom Bauch beginnend.
Still halte ich sie in meinen Armen, bis die Schluchzer abklingen, die Tränen versiegen.
Ich lege ihren Kopf in meinen Schoß.
Erschöpft schliesst sie die Augen. Ich betrachte das Feuer im Kamin und streiche geistesabwesend über ihre Haare und das tränenfeuchte Gesicht. Spüre, wie ihre Atemzüge tiefer und regelmäßiger werden.
Auch meine Lider werden schwer. Ich frage mich, was sie erlitten hat, welche Wunden in der Lage sind, jahrzehntelanges Leid auszulösen.
Ob ich es je erfahren werde?
Sie tut mir Leid, hinter ihren Augen scheint es Abgründe zu geben, immer wieder vermeine ich Trümmer zu erkennen. Sie muss den Krieg durchlebt haben.
Die Aufräumarbeiten werden noch Jahre andauern. Und doch kann ich nicht aufhören an sie und unsere gemeinsame Zukunft zu glauben.
Sie muss heilen und ich werde alles tun, um zu helfen.
Der Therapeut und ich.
7.7.12 20:40


Heute Vorstellungsgespräch bei 2 Orthopäden, wobei der Arzt glitzeraugen bei meinen Noten bekommen hat
Sie melden sich.
Dann war ich nach 14 Wochen mal wieder in der Schule

Sonst.. treffen mit einer Freundin, die massive Suizidgedanken hat.
Klasse.
Um 18 Uhr. Mal schauen, was ich mach.
Vllt überreden, in die Ambulanz zu gehen, würd auch mitkommen.
Und abchecken, wie gefährdet sie ist.
Jajaaaaaa, stella ist mal wieder Mutter der Nation.
28.6.12 17:42


Psychisch Kranke haben ihr Leid in der Regel nicht selbst verursacht.
Mich hat keiner gefragt, ob ich in meinem Leben nicht schon immermal wissen wollte, wie sich eine Traumatisierung anfühlt. Die Typen gehen zum Bund und wissen ganz genau, was passieren kann. Ist ja auch egal, andere FEINDE abzuknallen, scheiß drauf. Aber sich dann wundern, wenn man selber merkt, wie es ist, einen Kameraden/Freund zu verlieren.
Wer zum Bund geht ist volljährig und man kann erwarten, dass sie nachdenken können.
Diese Entscheidung ist freiwillig, keiner zwingt einen mehr dazu.
Ich wurde nicht gefragt, ob ich traumatisiert werden will.





Sonst...
hock ich den ganzen Tag hier rum. Heute morgen hierher gefahren, Notenübersicht abgeholt und Bewerbung abgegeben bei einer, die schon Leute mit Behinderung ausgebildet hat.
Zeugnis dazugefügt.
Übernachte bei Sab. Gestern Chirurgin angerufen "Ich hab keine Zeit."
"Ja.. ich weiss "
"Ja. Bin in der Ambulanz und hier ist Halligalli.
Wir telefonieren irgendwann"
Ganz sanft, obwohl sie sonst immer relativ ruppig ist.

Jaaaaaaaa, ich weiss, dass gegenseitiges Interesse irgendwie anders aussieht. -.-
Die anderen, mit denen ich über mein "Beziehungsproblem" geredet hab, sagen, ich soll sie vergessen, aber das krieg ich nicht hin :P
Nach dem Motto Lieber ein Ende mit Schrecken, als Schrecken ohne Ende
Eine Klinik "Freundin", die meine Narben kennt "Wahrscheinlich hat sie Angst, dass Du wieder auftauchst, wenn sie ehrlich ist. Sie kennt Dich, sie weiss, zu was Du in der Lage bist"
Und das ist eben der Knackpunkt.
Ich bin nicht so gestrickt. Für sowas bin ich viel zu verantwortungsbewusst.
Wenn ich früher mit jmd Streit hatte, oder die ganze Familie mal wieder sauer auf mich war, wusste ich, dass egal was passieren könnte - ich hätte mich nie umgebracht.
Schuldgefühle können einen umbringen...

Jedenfalls wünsche ich mir nichts mehr, als dass sie merkt, dass ich keine Vollzeitkranke bin :uglylaugh: :buhu:
Ich halte mich eigentlich für ganz unterhaltsam und chronisch lebensbejahend und optimistisch.
Aber wie verklicker ich ihr das?
Richtig - gar nicht, wenn sie eh nie Zeit hat.
Welche Folgen leiten sich für mich daraus ab?
Einfach weiterleben wie bisher, immer schön konstruktiv sein <img xsrc=Also genau das, was ich eh vorhab.

Sonst... in der Bücherei die beiden Tagebücher von Greg gelesen und mich kaputt gelacht.
Trotzdem allgemein eeeeeeeher gedrückte Stimmung heute.

27.6.12 16:57


Traumatisierte Soldaten

Täglich nimmt sich ein US-Soldat das Leben

Nein, sowas!
Hat den Jungs keiner gesagt, dass man nicht mit Waffen spielt? *tztztz*
Tja, stand wohl nicht in der Stellenausschreibung.
Das kommt davon, wenn man zum Bund geht.

Bundeswehr – Karriere mit Zukunft
Krisensicherer Job, weil es immer Idioten geben wird, die denken, man könnte Gewalt mit Gewalt lösen.

 

ZITAT Auch die Linke, die jeden Auslandseinsatz der Bundeswehr ablehnt, stimmte dem Antrag zu. Ihr Abgeordneter Paul Schäfer sagte aber, die bessere Vorsorge wäre, die Soldaten gar nicht erst in solche Gefahrensituationen zu bringen. Das würde bedeuten, die Bundeswehr aus den Krisengebieten abzuziehen.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundestag-traumatisierte-soldaten-bekommen-mehr-hilfe-a-607277.html

Geht doch nichts über ein attraktives Gehalt. Kann man das Haus abbezahlen für Frau und Kinder.
Und dann bringen sie sich um. Anders als wir, die den inneren Kriegszustand als Normalität erleben, weil wir HINEINGEZWUNGEN wurden.
Wir haben dazugelernt, schneiden, hungern, kotzen, trinken Alkohol.
Soldat sein.
Nichts schlimmeres erlebt haben als ne 5 in Mathe.
Arme Soldaten.

26.6.12 21:01


Entlasstag

Liebes Tagebuch,

Entlasstag!

Gestern ging schon eine Mitpatientin und heute war ich es. Im Moment ist es toll.

Ein Erfolgserlebnis. Ich habe es geschafft!
Die Klinik mit ihren (zum Teil harten) Bedingungen/Auflagen.

Keine Tablettenintox.

Sonstige Tabletten waren auch verboten, aber ich wollte mich nicht daran halten. Ich bin süchtig nach Koffein. Oder der erhofften Wirkung, oder mittlerweile beides.

Früher hab ich noch manchmal „Entzüge“ gemacht, jetzt nicht mehr.

Ich kanns einfach nicht.

Obwohl es absolut sinnvoll wäre.

Aber wenn ich wenig gegessen habe, wollte ich die Energie und wenn ich viel gegessen habe, wollte ich „wenigstens 5 Kalorien mehr zu verbrennen als ohne Tablette.“

Ja, ich weiss, sehr intelligent. Gestern hatte ich das Abschlussgespräch mit meiner Thera.

Es war toll, sie ist toll!

Schade für mich, dass sie nix ambulantes macht, aber gut für die nächsten Patienten.

Es hätte Spaß gemacht, mit mir zu arbeiten. Und sie fand es toll, dass ich widersprochen habe, wenn etwas, was sie glaubte, für mich nicht stimmte.

Wenn ich nicht wusste, was hinter einem bestimmten Verhalten steht und sie eine Vermutung hatte, konnte ich öfter sagen, dass es das wohl nicht ist.

Und dann haben wir weitergesucht, bis wir es gefunden haben.

Ich sagte gestern, mir hätte es auch „Spaß“ gemacht, „Wie 2 Detektive“

Und dass mir sowas sehr viel gebracht hat.


Die letzten Tage waren schon zum Teil sehr schwierig. Die Angst vor Veränderungen, der Vorwurf mir gegenüber, nicht ALLES genutzt zu haben.

Wie die Möglichkeit, Verhaltensanalysen oder Gefühlsprotokolle zu schreiben und durchzusprechen. Das ist heute nicht mehr so – ich habe getan, was ich konnte und das war gut.

Sabine hat mich noch zum Zug begleitet. Ich habe wieder viele ganz tolle Menschen kennengelernt... Mit Einigen werde ich auch noch in Verbindung bleiben, so hoffe ich.

Der Abschied hat mich nicht zerrissen, ich fand ihn sogar schön.

Weggefährten.

Manche für ein paar Tage, andere für Wochen und Monate. Und viele von der Pflege und die Thera meinten, ich soll unbedingt von mir hören lassen. Hab ich fest vor!!

Idealerweise natürlich nach einer Probezeit und arbeitend. Die haben den Stress ja hautnah miterlebt, wegen Praxissuche.


Morgen rufe ich noch ein paar Praxen an und fahre nach F.

Ich muss aufs Bürgeramt und so tun, als sei mir jetzt erst aufgefallen, dass mein Ausweis seit Januar nicht mehr gültig ist. Dann gehe zur Krankenkasse und gebe den Auszahlungsschein ab und um 17 Uhr habe ich ein Gespräch bei „meiner“ Catharina von der Jugendberatung.

Da freue ich mich schon total drauf! Vielleicht gehe ich auch noch in die Schule um mein vorläufiges Zeugnis abzuholen.

Ich bin fast umgefallen, als ich die Noten bekam!
Fachkunde Medizin, Projektnote von dem Masern Referat, Textverarbeitung, Gemeinschaftskunde ne 2 und Wirtschaft und Ethik ne 1.

Und in Deutsch stehe ich auf 1,5.

Mittlerweile ist der Gedanke, das Jahr wiederholen zu müssen, nicht mehr ganz so schlimm.

Dann hab ich halt überall ne 1 im Zeugnis

Trotzdem hoffe ich noch, dass ab Juli was geht. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!


Am Montag werde ich in der HNO Klinik aufgenommen. Um 10 Uhr.

Dann werde ich irgendwann aufgeklärt, Anästhesiegespräch etc. und am Dienstag komm ich unters Messer. Oder unter den Bohrer? :D

Ich glaub, ich nehm mir mal vor, in der Zeit KEINE Coffis zu nehmen...
Ich muss 3 Tage bleiben, aber ich weiss nicht, ob insgesamt oder mit dem Dienstag als Tag 1.

Am Donnerstag hätte ich nämlich um 9 Uhr wieder einen Termin bei dem Therapeuten.. Je nachdem würde ich dann erst das Zeugnis abholen.

Andererseits wärs gut, bei den nächsten Bewerbungen das Zeugnis schon mitzuschicken. Ich hab im Anschreiben zwar stehen, dass ich überall zwischen 1 und 2 stehe, aber so ein offizielles Zeugnios kommt dann doch nochmal besser, vor allem bei den Noten ^^ =)

Es ist schön, Erfolg zu haben

Ich bin viel motivierter, wenn ich nicht ganz so viel lernen muss um gute Noten zu haben, da streng ich mich dann viel mehr an.

Aber wenn ich eh denke, dass ichs nicht schaffe und nur mit lernen auf ne 3 komme frustriert mich das und ich mache eher weniger.

So habe ich jetzt den Ehrgeiz, die Noten zu halten oder zu verbessern.

Nun treffe ich mich später noch mit meinem Papa
13.6.12 17:04


Huhu

bin nun die 11. Woche in der Klinik. Gestern hatte ich Orientierungsgespräch und musste dazu einen Bogen ausfüllen.

Ich kann Anspannung und Gefühle besser wahrnehmen, und geschnitten hab ich mich auch nicht mehr

Nun hatte ich als letztes Thema noch die Trauma, bzw. Ego-State Frage.
Hab die ganze Zeit gelacht.
Für die Distanz.
Also hab ichs nun offiziell - F43.1
Komisches Gefühl. Auch, dass sie mich ernst genommen hat, als ich mit Ego-State um die Ecke kam.
Ich hatte eher gedacht (erhofft?), sie würde es nicht ernst nehmen, von wegen "Frau Stellinchen, Sie lesen eindeutig zu viel!"

Gestern wurde ich entlassen.
Ich konnte nämlich heute und am Freitag vormittag in einer Arztpraxis Probearbeiten.
Am Montag werd ich dann quasi nochmal neu aufgenommen bis zum 13.

 

Hatte gestern auf der Fahrt hierher eine verspätete Panikattacke :naja: *lachversuch*
Wegen der F43.1
Ich?
Niemals!!

Zwänge, irre Zwänge auf dem Weg zum Bahnhof. Furchtbar :zitter:
Also bin ich direkt mal apathisch geworden.
In der Klinik angerufen - auch, weil ich wusste, dass eine ganz tolle Dienst hat.
Nicht viel gesprochen, wollte rede und hören. Also hat sie mir kurz vom Gewitter erzählt und dann wurds besser.
Dann festgestellt, dass ich erst spät n Anschlusszug hierher hab, mit Regionalexpress, mir war alles egal, hab für 15 Euro ein ICE Ticket gekauft.
Am Bhf zitternd und halb hyperventilierend gestanden, eine junge Polizistin gesehen, auf der Bank.
Mich zu ihr gesetzt, beschützt gefühlt.
Geredet.
Fast alles erzähl und auch BL erklärt, irgendwie so.
Und dann gegessen, als ich allein war und während dem essen gedacht Ich möchte ein besseres Ventil für Angst finden als Essen.
Der Anfang ist mal wieder gemacht.

Weil, als ich in die Klinik kam, ging ja gar nichts. Da hatte ich das schneiden auch null unter Kontrolle.

Probearbeiten war naja..
Ich glaub, ich hab nicht den besten Eindruck gemacht..
Die hat eine Stunde lang gezeigt und erklärt und ich hab halt versucht, mir ALLES zu merken, und nach einer Stunde wars dann vorbei.
Morgen ist nochmal, und dann entscheidet sichs denk ich mal..
Hab gesagt, ich fände Chirurgie so spannend und sie meinte dann, warum ich nicht was Chirurgisches such.
Ich meinte, Allgemeinmedizin wär halt so abwechslungsreich und fundiert und blaa, aber nun hab ich bei Chirurgischen Praxen/Kliniken angerufen und soll eine Bewerbung schreiben und bei 5 nochmal anrufen, dass ist mal ein Anfang.
Ich muss ja alles nehmen was kommt, aber Chirurgie wär halt schon toll - scheiß auf EKG, Labor etc. :uglylaugh:

Sonst war ich vorhin mal wieder (kommt ja nie vor) LEICHT apathisch in der Straßenbahn, Zack - Handy weg als ich aussteig.
Wohl rausgefallen.
Und nun soll ich morgen ab 10 auf dem Fundbüro anrufen -.-

31.5.12 16:58


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